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Was ist ein Chorcoach?

Musik ist Magie, gerade Gospel ist dafür ein klassisch-schönes Beispiel. Aber was bringt das alles, wenn die Chorsänger dies nicht transportieren können? Aussprache bedenklich, Ausstrahlung wie ein Stein, zwei bewegen sich zuviel, der Rest gar nicht... Vor diesen Problemen steht fast jeder Chorleiter in Deutschland, der sich mit Gospel beschäftigt und nicht gerade Sänger castet.

Ich habe 2003 begonnen, fest mit sogenannten "Chor-Coaches" zu arbeiten - eigentlich war es nur ein Versuch. Das hat sich aber als absoluten Erfolg heraus gestellt, die Erfolge waren es, die auch bei anderen Chören deutlich auf Interesse stießen. Wir bildetenalso bereits 2006 in Bremerhaven 10 Coaches aus und zeigten ihnen, wie man choreographiert, wie man seine Mitsänger zum Interpretieren anregen kann und auch, wie man mit Konfliktsituationen während der Coachings umgehen könnte. Und ließen sie es ausprobieren.

Aber was ist das denn nun - ein Chorcoach?

Aus Managementtrainings kennt man sie, die Coaches. Energische Frauen und Männer, die Führungskräften sagen, wie sie ihre Untergebenen (fair) zu noch mehr Leistung bringen und es trotzdem schaffen, dass keiner frustriert das Handtuch irgendwann schmeißt. Eine ganze Industrie ist um diese Trainer herum entstanden. Es gibt Bücher, Trainingskästen, Moderationskoffer etc.

Ein Chorcoach ist ein Chorsänger bzw. ein Gast von außen, der mit dem Chor an Interpretation oder der Bewegung arbeitet. Die Sorgen, die dieser Coach hat, sind nicht so weit weg derer, die in den Managementtrainings herum sitzen (müssen). Dabei braucht es für ein effektives Chorcoaching selten teure Choreographen oder Theaterpädagogen, sondern nicht selten versteckt sich so manches (pädagogische) Tanz- oder sozialpädagogische Talent in den Chören selbst.

Diese Sänger sind dann auch in der Lage, dem Chorleiterkollegen Einzelstimmproben zu ermöglichen, da er mit der anderen Hälfte des Chores zwischenzeitlich die neusten Choreos durchführt oder mit ihnen an Wahrnehmung, Gruppendynamik oder Spontanität übt - nicht selten mit Spielen, die es ermöglichen, nebenher einfach auch einmal zu lachen. Bestimmte Begabungen müssen vorhanden sein (ein Choreograph sollte schon tanzen können...), Profilierungssüchte hingegen sind eher hinderlich.

Klingt kompliziert, oder? Ist es nicht. Ich werde hier für mich, meine Workshops und vor allem für alle, die gern Coach werden möchten (oder welche suchen), mein Wissen sammeln. Musik ist Magie.  

1 Kommentar 25.1.08 23:11, kommentieren